"Mein Mann hilft nicht im Haushalt"-Was du jetzt tun kannst
Mein Mann hilft nicht im Haushalt. Wenn du das gerade googelst, sitzt du wahrscheinlich irgendwo, der Tag ist geschafft, und im Kopf läuft die Liste trotzdem weiter. Was morgen früh mit muss, was noch besorgt werden muss, wer wann wo sein soll. Du bist müde, ein bisschen wütend, und du fragst dich, ob du zu viel verlangst.
„Mann hilft nicht im Haushalt, was tun?“ So tippen es viele bei Google ein. Du verlangst nicht zu viel. Und ich sag dir gleich, was bei mir etwas verändert hat: Ich habe den Haushalt nicht mehr als meine Aufgabe gesehen, bei der mir jemand zur Hand geht, sondern als Aufgabe von uns allen. Und ich habe Aufgaben ganz abgegeben, mit dem Daran-Denken.
Du bildest dir das nicht ein
Die Krankenkasse hkk hat 2025 zusammen mit forsa über tausend Mütter und gut fünfhundert Väter befragt. 82 Prozent der Väter halten die Aufteilung zu Hause für fair, bei den Müttern sind es 61 Prozent (hier die Auswertung). Beide beschreiben denselben Alltag und sehen ihn anders.
Das liegt unter anderem daran, dass man das Vorausdenken von außen nicht sieht. Das Erinnern, Planen und Mitdenken taucht in keiner Statistik über Hausarbeit auf, obwohl es der Teil ist, der dich abends nicht abschalten lässt.
Mann hilft nicht im Haushalt: Warum schon das Wort „hilft" nicht passt
Im Satz „Mein Mann hilft nicht im Haushalt“ steckt das Problem schon im Wort: Wer hilft, hilft bei etwas, das einem anderen gehört. So rutscht der Haushalt unbemerkt zu dir, und alles, was dein Partner macht, wird zu einem Gefallen. Dann musst du bitten, erinnern und hinterher kontrollieren, und das ist auch Arbeit.
Vielleicht kennst du den Satz: „Sag mir doch einfach, was ich machen soll." Er ist meistens ernst gemeint, und trotzdem bleibt das Merken und Entscheiden bei dir, also genau der Teil, der anstrengt.
Hinter „Mann hilft nicht im Haushalt“ steckt oft eine Gewohnheit, die nie jemand angesprochen hat. Der Haushalt gehört allen, die im Haushalt wohnen. Das ist kein Vorwurf an irgendwen, aber es verändert, wie ihr darüber sprecht. Statt „Hilfst du mir?" fragst du: „Wer von uns übernimmt das?" Das klingt nach einer Kleinigkeit und verschiebt, wer zuständig ist.
Wie es bei mir war
Ich kam früher oft nur eine halbe bis ganze Stunde vor meinem damaligen Mann nach Hause und habe in der Zeit die Kinder versorgt. War die Spülmaschine dann noch nicht ausgeräumt oder sah es unordentlich aus, hat er genervt getan, als wäre das mein Auftrag gewesen.
Verändert hat sich das nicht an einem Abend. Ich habe nach und nach mehr eingefordert und immer weniger selbstverständlich übernommen.
Wenn dein Mann nicht im Haushalt hilft: Gib Aufgaben ganz ab
Wenn dein Partner oder dein Kind für das Sportzeug zuständig ist, gehört das Daran-Denken dazu. Sonst hast du nur die Handgriffe abgegeben und erinnerst weiter. Am Anfang ist das unbequem, weil auch mal etwas vergessen wird und du es aushalten musst, ohne einzuspringen. Genau da entscheidet sich, ob eine Aufgabe wirklich weg ist oder zwei Wochen später wieder bei dir liegt.
Wie du das bei euch Schritt für Schritt umsetzt, zeige ich dir in meinem Kurs.
Und wenn es sich trotzdem nicht ändert
Dann liegt es nicht an dir und nicht daran, dass du es falsch erklärst. Du hast dann einen Alltag, den nur du am Laufen hältst, und darüber darfst du reden, auch wenn es unbequem wird. Wenn du dir dabei Unterstützung wünschst, such dir einen Termin aus. Wir schauen gemeinsam, was bei euch der nächste Schritt sein kann.
Weiterlesen
Liebe Grüße
Uta




Kommentare