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Warum Weihnachten so oft eskaliert... (Grenzen setzen an Weihnachten)

Vielleicht merkst du schon jetzt, wie der Puls ein bisschen schneller wird, je näher die Feiertage rücken: Wer kommt wann? Wo „muss“ ich auftauchen? Wie kriege ich alle unter einen Hut? Und darf ich eigentlich einfach mal sagen: „Das wird mir zu viel“?

Der wichtigste Punkt: Du kannst und musst Weihnachten nicht unbedingt „abschaffen“. Aber du kannst gestalten, wie du durch diese Tage gehst. Grenzen setzen ist nicht respektlos.


Grenzen setzen ist eine Form von Selbstfürsorge – gerade an Tagen, an denen alte Muster besonders laut werden.

Weihnachten ist selten nur „das Fest der Liebe“. Es ist auch: Erwartungen, die in der Luft hängen – alle sollen bitte harmonisch, fröhlich und dankbar sein. Alte Rollen, in die wir zurückfallen – bei (Schwieger-)Eltern sind wir plötzlich wieder Kind, nicht erwachsene Frau. Vielleicht wird dir auch (wieder) die verantwortung für etwas aufgedrückt, dass nicht "deins" ist.


Sätze wie „Das haben wir schon immer so gemacht“ – und das Gefühl, Traditionen nicht hinterfragen zu dürfen. Grenzen, die nie ausgesprochen wurden – wer besucht wen, wie lange, an welchem Tag?


Alte Verletzungen, die an bestimmten Orten, Gerüchen oder Kommentaren wieder hochkommen. Der Blick nach außen: perfekte Instagram-Weihnachten vs. das echte, unperfekte Leben. All das zusammen kann dazu führen, dass die Stimmung kippt – nach außen vielleicht nur leicht gereizt, nach innen aber mit einem schweren Gefühl: „Mit mir stimmt wohl etwas nicht, alle anderen schaffen das doch.“

Du darfst entscheiden, wie viel du dir zumutest.

Du darfst zum Beispiel:

  • die Zeit bei Familie begrenzen („Wir kommen gerne, bleiben aber nur bis nach dem Kaffee.“)

  • Feiertage aufteilen („Dieses Jahr sind wir an einem Tag bei euch und einen Tag für uns zu Hause.“)

  • Traditionen neu denken („Diese eine Sache fühlt sich für mich nicht mehr stimmig an, ich möchte es dieses Jahr anders machen.“)

  • Tabuthemen klar benennen („Über mein Gewicht / meine Kinder / meine Beziehung möchte ich heute nicht sprechen.“)


Eine kleine Einladung an dich:

Vielleicht magst du dir in einem ruhigen Moment folgende Fragen stellen:

  • Wie möchte ich mich an den Feiertagen wirklich fühlen?

  • Was tut mir gut – und was raubt mir jedes Jahr Kraft?

  • Welche Tradition darf bleiben – und welche ist eigentlich nur noch Pflichtprogramm?

  • Wo wünsche ich mir in diesem Jahr eine klare Grenze – auch, wenn andere das erst ungewohnt finden?

Du musst nicht alle Erwartungen erfüllen, um ein „gutes“ Weihnachten zu haben. Du darfst ein Fest gestalten, das zu deinem Leben, deiner Energie und deiner Realität passt.


Wenn du magst, kannst du diesen Newsletter abspeichern oder ausdrucken, um ihn vor den Feiertagen noch einmal in Ruhe zu lesen und auch sehr gerne an Menschen weiterleiten, die sich in der Weihnachtszeit gerade ähnlich gestresst fühlen. Vielleicht ist er für jemanden genau die Erinnerung, die es braucht:



Weihnachten wird es sowieso.

Aber du darfst entscheiden, wie du dabei mit dir umgehst. 🎄✨


Liebe Grüße

Uta


Manchmal kann Stille und Distanz gut sein, um mit einem kraftraubenden Kapitel abzuschließen, einen Kreislauf von Chaos und Drama zu durchbrechen und sich selbst heilende Grenzen zu setzen.

 
 
 

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